Nachbarskatze im Garten: Was tun bei Katzenkot im Beet?
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Frisch gepflanzt, und am nächsten Morgen ist das Beet aufgewühlt. Im Sandkasten der Kinder finden Sie Katzenkot, auf dem Gartentisch Pfotenabdrücke. Die Katze gehört den Nachbarn, und sie meint es nicht böse. Trotzdem ist es ärgerlich, vor allem wenn es regelmäßig passiert. In diesem Artikel lesen Sie, warum die Halter es oft nicht wissen, wie Sie es freundlich ansprechen, was tierfreundlich hilft und was die Rechtslage in Deutschland ist.

Warum die Halter es oft nicht wissen
Freigänger-Katzen haben ihr eigenes Revier, und das endet nicht am Gartenzaun. Lockere Erde und Sand sind für Katzen ideale Toiletten. Die Halter sehen davon nichts: Zu Hause benutzt die Katze vielleicht brav ihr Katzenklo. Viele sind ehrlich überrascht, wenn sie erfahren, wo ihr Tier unterwegs ist.
So sprechen Sie es freundlich an
Beschreiben Sie, was Sie in Ihrem Garten vorfinden, ohne der Katze oder den Haltern etwas vorzuwerfen. Zeigen Sie, dass Sie eine Lösung suchen, die auch für das Tier gut ist.
„Hallo, ich glaube, Ihre graue Katze besucht regelmäßig unseren Garten. Sie ist wirklich hübsch. Leider nutzt sie unser Gemüsebeet und den Sandkasten der Kinder als Toilette, in den letzten zwei Wochen fast jeden Tag. Ich möchte ihr nichts Böses. Haben Sie vielleicht eine Idee, was helfen könnte? Ich würde es auch selbst mit ein paar tierfreundlichen Mitteln versuchen.“
Was Sie konkret tun und vereinbaren können
Sandkasten abdecken. Eine Abdeckung, wenn der Sandkasten nicht genutzt wird, ist die einfachste und wirksamste Maßnahme.
Beete unattraktiv machen. Mulch, grober Rindenmulch, Steine oder dicht bepflanzte Flächen laden weniger zum Scharren ein als frische, lockere Erde.
Tierfreundlich abschrecken. Zum Beispiel ein Rasensprenger mit Bewegungsmelder. Verwenden Sie nichts, was dem Tier Schmerzen oder Schaden zufügt.
Ein Katzenklo beim Halter. Fragen Sie freundlich, ob die Halter einen ruhigen Toilettenplatz oder ein Sandbeet auf ihrem eigenen Grundstück anbieten können.
Kurzer Austausch. Vereinbaren Sie, sich nach ein paar Wochen zu sagen, ob es besser geworden ist.
Was sagen die Regeln?
Grundsätzlich kann ein Eigentümer bei Beeinträchtigungen seines Eigentums Beseitigung und Unterlassung verlangen, außer er ist zur Duldung verpflichtet (§ 1004 BGB). Bei Katzen sehen Gerichte das oft differenziert. Mehrere ältere Entscheidungen, etwa des OLG Köln, des OLG Celle und des LG Oldenburg, gehen davon aus, dass Nachbarn das Betreten durch eine oder zwei Katzen in der Regel hinnehmen müssen. Eine andere Entscheidung des LG Bonn verlangte dagegen von Katzenhaltern, die Verschmutzung von Balkon und Terrasse mit Kot zu verhindern (Fachartikel bei anwalt24). Es kommt also auf den Einzelfall an, etwa auf die Zahl der Katzen und das Ausmaß der Verschmutzung.
Ganz klar ist eines: Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen (§ 1 TierSchG). Wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder ihm erhebliche Schmerzen zufügt, macht sich strafbar (§ 17 TierSchG). Gift, Fallen oder verletzende Abwehrmittel sind deshalb tabu.
Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Beratung erhalten Sie bei einer Anwältin bzw. einem Anwalt, als Mieter auch bei einem Mieterverein vor Ort.
Halten Sie fest, wann es passiert
Ein kurzes Protokoll zeigt Ihnen und den Haltern, wie oft es vorkommt. Notieren Sie Datum, was Sie vorgefunden haben und welche Folgen es hatte, etwa „Kot im Sandkasten, Sand ausgetauscht“. Nutzen Sie dafür unser kostenloses Excel-Protokoll. Fotos von Ihrem eigenen Beet sind in Ordnung, fotografieren oder filmen Sie aber nicht das Grundstück oder die Wohnung der Nachbarn, und schreiben Sie keine Vorwürfe in Nachbarschaftsgruppen.
Wenn Sie gemeinsam nicht weiterkommen
Wohnen Sie zur Miete, können Sie Ihren Vermieter oder die Hausverwaltung informieren, besonders wenn Gemeinschaftsflächen betroffen sind. In einer Eigentümergemeinschaft ist die WEG-Verwaltung ein Ansprechpartner. Bleibt das Gespräch mit den Haltern festgefahren, kann eine Schiedsperson oder eine Mediation vermitteln. Haben Sie den Verdacht, dass ein Tier gequält oder vergiftet wird, wenden Sie sich an das Veterinäramt oder die Polizei. Bei Bedrohung oder Gewalt rufen Sie sofort die Polizei unter 110 oder den Notruf 112.
Hilfe bei der ersten Nachricht
Mit dem CalmNotes-Paket „Katzen der Nachbarn im Garten“ erhalten Sie bearbeitbare Beispielnachrichten in kurzer, mittlerer und ausführlicher Form, eine Erinnerung und ein drittes Schreiben, dazu Hinweise und ein Excel-Protokoll. Weitere Pakete finden Sie unter Deutsche Pakete.
Wählen Sie einen passenden nächsten Schritt
Unterlagen und Hilfsanfrage vorbereiten — Ordnen Sie Ihre Informationen und bereiten Sie eine Hilfsanfrage vor.
Passende Unterstützung finden — Erfahren Sie, wer Ihnen in Ihrer Situation helfen kann.



Kommentare