Ratten und Schädlinge
Eine Ratte am Zaun, Kot am Schuppen oder ein Loch unter dem Gartenhaus: Wenn Sie dann auf der anderen Seite Vogelfutter, Brot oder einen offenen Müllsack sehen, liegt der Zusammenhang nahe. Trotzdem wissen Sie selten sicher, woher die Tiere kommen, und Ihre Nachbarn ahnen oft nicht, dass eine Gewohnheit etwas anlockt.
Beschreiben Sie, was Sie selbst gesehen haben, und nennen Sie eine Futterstelle nur, wenn Sie sie wirklich gesehen haben. Bitten Sie nicht darum, das Vogelfüttern aufzugeben, sondern darum, es anders zu machen: einen Futterspender mit Auffangschale, über Nacht nichts liegen lassen, Abfall in einer geschlossenen Tonne und keine gekochten Speisen auf dem Kompost.
Die Musternachrichten und das Protokoll helfen Ihnen, das Thema ruhig zu besprechen und Absprachen festzuhalten. Ratten halten sich nicht an Grundstücksgrenzen, deshalb wirkt ein gemeinsames Vorgehen am besten.
Was sagen die Regeln?
Auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes haben viele Länder, Kreise und Städte Verordnungen zur Rattenbekämpfung erlassen; danach müssen Eigentümer oder Nutzer einen Befall häufig melden und bekämpfen lassen. Manche Städte verbieten das Füttern von Tauben oder wildlebenden Tieren. Wesentliche Beeinträchtigungen müssen Sie in der Regel nicht dulden (§ 906 BGB); Ratten, die in einer Gegend ohnehin vorkommen, sind aber nicht automatisch einem Nachbarn zuzurechnen.
So gehen Sie vor
1. Notieren Sie Datum, Uhrzeit und Ort Ihrer Beobachtung: ein Tier, Kot, Nagespuren, ein Loch, und ob Sie eine Futterquelle gesehen haben.
2. Schreiben Sie eine freundliche Nachricht mit einem konkreten Vorschlag, etwa einen Futterspender und abends aufräumen, und sagen Sie, was Sie selbst tun.
3. Verabreden Sie, wann Sie gemeinsam schauen, ob es geholfen hat, und bitten Sie bei Bedarf gemeinsam einen Schädlingsbekämpfer um eine Einschätzung.
4. Ändert sich nichts? Dann können Vermieter, Hausverwaltung, Ordnungsamt oder eine Schiedsperson bzw. Schlichtungsstelle helfen.
Tipps für Ihre Nachricht
Machen Sie keine Vorwürfe, sondern beschreiben Sie, was Sie sehen. Ein Satz wie „Ich habe zwei Ratten am Zaun gesehen und es liegt Brot auf dem Boden; könnten wir gemeinsam überlegen, wie wir ihnen weniger zu fressen bieten?“ wirkt meist besser als „Sie locken Ratten an“. Legen Sie selbst keine Giftköder oder Klebefallen an der Grenze aus.
Dies ist eine allgemeine Information und keine persönliche Rechtsberatung.
Warum CalmNotes?
Beruht auf Erfahrung mit Ärger unter Nachbarn und Nachbarschaftsmediation
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